Editorial

Über die Gefahr einer Ökonomisierung der Ethik

Wann ist Wirksamkeit in der Tumortherapie auch Patientennutzen?

Ist eine wirksame Therapie für alle Betroffenen gleichermaßen von Nutzen? Lässt sich eine Intervention in der Onkologie auch dann ökonomisch vertreten, wenn sie nur einer Minorität nützt, die Gesamtpopulation aber nicht statistisch signifikant davon profitiert?
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Journal Club

Endometriumkarzinom

Fortgeschrittenes HER2-positives Endometriumkarzinom: Trastuzumab zeigte keine Wirkung

Eine HER2-Überexpression ist nicht nur beim Mammakarzinom nachzuweisen. Auch beim Endometriumkarzinom lasst sich eine HER2-Überexpression bzw. Amplifikation in 18–40% der Fälle detektieren. Meist handelt es sich um schlecht differenzierte oder seröse-papilläre Endometriumkarzinome (Typ II). Die Wirksamkeit einer HER2-zielgerichteten Therapie mit dem monoklonalen Antikörper Trastuzumab, der bis jetzt die Zulassung für die Behandlung des HER2-positiven Mamma- und Magenkarzinoms hat, ist beim HER2-positiven fortgeschrittenen Endometriumkarzinom bzw. Rezidiv noch nicht geklärt. Aus diesem Grund wurde von der GOG-Studiengruppe eine Phase-II-Studie (GOG 181b) mit Trastuzumab als Monosubstanz in diesem Patientenkollektiv initiiert.
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Psychoonkologie

Psychosoziale Belastung von Krebspatienten: Wie bestimmt man Distress?

Krebspatienten leiden nicht nur unter physischen Symptomen, sondern auch unter psychologischer und sozialer Belastung in Verbindung mit Diagnose und Behandlung ihrer Erkrankung. Für die psychischen, sozialen und spirituellen Probleme der Krebspatienten wurde der Begriff Distress eingeführt. Eine deutsche Arbeitsgruppe stellte die Psychoonkologische Basisdokumentation (PO-Bado) vor. Das ist eine nur für Krebskranke entwickelte Fremdeinschätzungsskala (durch Experten) für das subjektive Befinden von Krebspatienten, für die es auch eine Kurzform gibt (PO-Bado SF). Ziel dieser Studie ist es zum einen, mit dieser Fremd einschätzungsskala (PO-Bado SF) das Ausmaß der Belastung von akut an Krebs erkrankten Patien ten zu bestimmen und die Ergebnisse mit einem Selbsteinschätzungsfragebogen zu Stress bei Krebspatienten (QSC-R 23) zu vergleichen. Zum anderen sollen mögliche Einflüsse von soziodemografischen und krankheitsbezogenen Variablen auf die psychosoziale Belastung bestimmt werden.
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Lungenkrebs

Cetuximab beim nicht kleinzelligen Lungenkarzinom: Verbesserte Response, aber kein längeres progressionsfreies Überleben

Die Addition des monoklonalen Antikörpers Cetuximab zu einer etablierten Chemotherapie hat in verschiedenen Lungenkrebsstudien zu einer Verbesserung bestimmender Parameter geführt. Parallel zu einer bereits publizierten Phase-IIIStudie wurde diese Studie durchgeführt, um die Wirksamkeit von Cetuximab zusammen mit einer Chemotherapie mit Taxanen/Carboplatin (TC) als Erstlinientherapie beim fortgeschrittenen nicht kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) zu bewerten.
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CME-Fortbildung

Meningeome und Ästhesioneuroblastome

Epidemiologie, Symptomatik, Diagnostik und Therapie

Meningeome stellen rund ein Fünftel aller intrakraniellen Tumoren. Meist sind sie gutartig. Ein symptomatisch gewordenes Meningeom sollte mikrochirurgisch entfernt werden, und auch bei einem asymptomatischen Meningeom kann die Resektion indiziert sein. Ziel der Operation ist es, die Lebensqualität des Patienten möglichst langfristig zu verbessern oder zumindest zu erhalten. Dazu trägt auch die postoperative adjuvante Strahlentherapie bei, die mittlerweile in der Meningeomtherapie fest etabliert ist. Das Ästhesioneuroblastom zählt zu den intranasalen Tumoren. Die Symptome sind unspezifisch, weswegen es meist erst spät erkannt wird. Als Standardtherapie gilt die möglichst komplette Resektion mit anschließender Radiotherapie. Eine adjuvante Chemotherapie scheint das Gesamtüberleben zu verlängern.
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Onkologie aktuell | Neues aus der Forschung

Gastrointestinale Stromatumoren

Adjuvante Therapie mit Imatinib

Seit Mai 2009 ist Imatinib auch für die adjuvante Therapie von Patienten mit gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) zugelassen, und zwar für die adjuvante Behandlung Erwachsener nach der Resektion c-KIT (CD117)-positiver GIST mit signifikantem Rezidivrisiko. In einem Interview erläuterte Peter Reichardt, Bad Saarow, welche Patienten eine adjuvante Therapie mit Imatinib erhalten sollten und worauf im Klinikalltag geachtet werden muss.
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Streifzug über den amerikanischen Onkologen-Kongress

Radiosensibilisierung: Verstärkung der Strahlenwirkung durch Checkpoint-Kinase-Inhibitor


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